Kurz notiert

Kurz notiert

Bargeld in Europa schützen jetzt: Die Wahlfreiheit, mit Banknoten und Münzen zu bezahlen, droht Stück für Stück zu verschwinden. Zahlreiche Prominente rufen nun zum Schutz des Bargelds auf. Wir haben die Chance, unsere gedruckte Freiheit europaweit abzusichern. Ich bin Co-Initiator. Bitte macht mit und unterschreibt die Petition!

23.07.24, Alle RKI-Protokolle ungeschwärzt im Internet: Ein Whistleblower aus dem Robert-Koch-Institut bringt sämtliche Corona-Krisenstabsprotokolle aus den Jahren 2020 bis 2023 an die Öffentlichkeit. Dank der Klage des Journalisten Paul Schreyer hatte das RKI bereits einen Teil der Dokumente veröffentlicht, allerdings waren viele Passagen geschwärzt.

22.07.24, Bankkontokündigungen bei Regierungskritikern werden Thema im Mainstream: In der Neuen Osnabrücker Zeitung und in den Ostfriesischen Nachrichten erscheint eine gekürzte Lizenzversion meiner Recherche zu dem Phänomen der Kontokündigungen bei freien Medien und Publizisten.

20.07.24, Nahwärmeversorgung in Gefahr: »Laut Umfrage wollen über 25 Prozent der Biogasbauern« mit dem Ende der staatlichen EEG-Förderung »ihre Anlagen stilllegen«, berichtet das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt. Der Fachverband Biogas befürchtet, dass »der bestehende Anlagenpark an verlässlichen erneuerbaren Kraftwerken sukzessive stillgelegt wird, während an anderer Stelle mit Milliardeninvestitionen Gaskraftwerke errichtet werden, die mit fossilem Frackinggas betrieben werden«. Einem Beamten des Landwirtschaftsministeriums zufolge soll die Zukunft der Nahrungsmittelerzeugung gehören anstatt dem Biogas-Mais. Gleichzeitig unterstützt die Regierung den Ausbau von Freiflächen-Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen.

19.07.24, Aufruf zum Frieden: Ex-Justizministerin Hertha Däubler-Gmelin, der Historiker Peter Brandt, der Aktivist Reiner Braun und weitere prominente Menschen wenden sich mit einer Petition gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland und eine Kriegsbeteiligung des Landes. Für den 3. Oktober ist eine bundesweite Demonstration geplant.

18.07.24, Presseverbot in Deutschland: Das Innenministerium unterbindet die Herausgabe des Compact-Magazins. Die Zeitschrift wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Die Geheimdienstbehörde ist dem handelnden Ministerium unterstellt. Interessant ist die Reaktion von Medien, die sich vom Staat dem Linksextremismus-Vorwurf ausgesetzt sehen oder sahen. So kommentiert die »Junge Welt«: »Unrecht wird nicht Recht, nur weil es mal den Richtigen trifft.« Für Linke seien Verbote gegen rechts deswegen interessant, »weil es sie als nächstes treffen könnte«.
»Neues Deutschland« trägt in einem Bericht kritische Stimmen zusammen. So sehe etwa David Werdermann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte in dem Verbot einen »Missbrauch des Vereinsrechts«. Darauf hatte die Innenministerin das Verbot der Compact-Betreibergesellschaft juristisch abgestützt. Zudem sei die Verhältnismäßigkeit zweifelhaft, so Werdermann. Es wäre ein milderes Mittel, gegen konkrete Beiträge vorzugehen, wenn sie rechtswidrige oder strafbare Inhalte haben.
Einwurf von mir: Die Innenministerin schrieb auf Twitter, »Compact« agitiere gegen Jüdinnen und Juden. Das könnte die Beamtin in Erklärungsnot bringen, anstatt ihre Entscheidung zu stützen. Sollte der Vorwurf stimmen, hieße das, der Staat hätte jahrelang zugeschaut, anstatt die Verbreitung betroffener Zeitschriftenausgaben zu unterbinden und wegen Volksverhetzung zu ermitteln.

17.07.24, Damit Honigbienen überlebensfähig bleiben: In modernen Wäldern gibt es wenige natürliche Baumhöhlen. Deshalb ist die Honigbiene in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht und in ihrem Überleben vom Menschen abhängig. Da in der Imkerei intensiv ins Bienenleben eingegriffen wird, droht die Biene die Fähigkeit zu verlieren, mit natürlichen Gegebenheiten umzugehen. Auch Nützlinge wie der Bücherskorpion überleben die übliche Säurebehandlung kaum und können in den heutigen Bienenbeuten schlecht existieren. Eine Schweizer Organisation kümmert sich aber darum, dass Honigbienen wieder Baumnester in freier Wildbahn finden.

16.07.24, Amnesty kritisiert Repressionen gegen Proteste in Deutschland: Die Menschenrechtsorganisation dokumentiert in einem aktuellen Bericht Fälle von Polizeigewalt und Einschränkung der Demonstrationsfreiheit.

15.07.24, Strafbare Tatsachenbehauptungen: Aussagen zu Sachthemen geraten zunehmend ins Visier. Wie die Berliner Zeitung berichtete, beschloss die französische Nationalversammlung im Frühjahr 2024 einen neuen Straftatbestand. Der umfasst die »Aufforderung, eine therapeutische oder prophylaktische medizinische Behandlung abzubrechen oder zu unterlassen«. Kritik an Impfungen kann potenziell als eine implizite Aufforderung interpretiert werden, von einem Eingriff abzusehen.
Ähnlich, aber von beschränktem Radius ist eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Der Bundestag beschloss am 5. Juli 2024, dass »in einem Bereich von 100 Metern um den Eingangsbereich« von Schwangerschaftsberatungsstellen »unwahre Tatsachenbehauptungen zu Schwangerschaft oder Schwangerschaftsabbruch« gegenüber Schwangeren nicht geäußert werden dürfen.
Doch wer legt fest, was wahr ist und was falsch? In Frankreich soll der »Stand der medizinischen Kenntnisse« zum Maßstab werden. Was ihm zuwiderläuft, richtet sich gegen das Gesetz. Es geht also nicht um Beweise, die ohnehin nicht zu erbringen wären, weil psychische und biologische Vorgänge extrem komplex sind, sondern um den Stand des Irrtums oder die herrschende Erklärung. Kommentar: Kritik und abweichende Ansichten sind gut, denn sie fordern die etablierte Meinung heraus, sich zu beweisen. Oft bringt das neue Theorien und ganzheitlichere Betrachtungsweisen hervor. So funktioniert wissenschaftlicher Fortschritt.

13.07.24, Vorschlag für ein Ende der Gewalt in der Ukraine: Eine prominente amerikanische Historikerin schlägt einen Plan vor, den Krieg zu beenden, ohne dass eine Einigung mit Russland erzielt werden müsste. Die östlichen Gebiete blieben unter russischer Herrschaft, während der übrige Landesteil NATO-Gebiet würde, ohne dass NATO-Truppen in der Ukraine aktiv wären, solange die neue, verkleinerte Ukraine nicht von Russland angegriffen wird.

12.07.24, Pubertät setzt immer früher ein: In den USA sinkt die Lebenserwartung. Die Kindheit verkürzt sich ebenfalls. Mögliche Erklärungen: Chronische Krankheiten, Stress und Umweltverschmutzung.

11.07.24, Kleine Gärten schützen die Natur: Privatgärten erstrecken sich, verschiedenen Autoren zufolge, über zwei bis vier Prozent der deutschen Landesfläche. Obwohl die Flächen nur klein sind, können sie eine hohe Artenvielfalt beheimaten und Tieren als Brücke zwischen ihren Kernlebensräumen dienen. Das Forschungsprojekt gARTENreich gibt Ratschläge für naturnahe Gartengestaltung.

09.07.24, Klage gegen Windkraftanlagen erfolgreich: Der Verein für Landschaftspflege (VLAB) ist nach eigenen Angaben mit gerichtlichem Erfolg gegen den Bau von Windrädern in einem bayerischen Wasserschutzgebiet vorgegangen. Hinweis: Bei der Initiative Vernunftkraft findet man eine Karte von Vereinen in ganz Deutschland, die sich gegen Naturzerstörung im Namen der Energiewende einsetzen.

08.07.24, KI treibt Strom- und Wasserverbrauch nach oben: Oft ist die Kuh für den Klimawandel verantwortlich gemacht worden. Dabei trägt sie auf der Weide nicht zum CO2-Anstieg bei, sondern zum Aufbau der lebendigen Erdschicht und damit zur Bindung von Kohlenstoff aus der Luft im Boden. Ihr Gehirn hilft ihr dabei. Anders sieht es bei der digitalen Technik aus: Die Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) ziehen massenhaft Strom. Die CO2-Emissionen von Google sollen in den letzten fünf Jahren um 48 Prozent gestiegen sein, heißt es in einem Bericht von Ingenieur.de. Bis 2027 könnte KI außerdem 6,6 Milliarden Kubikmeter Wasser verbrauchen.

06.07.24, Neutralität im Öffentlich-Rechtlichen: Die Staatsmedien sind nach Paragraf 26 Absatz 2 Medienstaatsvertrag »in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards, insbesondere zur Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung […] verpflichtet«. Sie sollen »die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechenden Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen«.
Das verbietet dem Sender nicht, Kommentare auszustrahlen, solange andere Stimmen gleichermaßen zu Wort kommen. Bei dem eingangs verlinkten Text handelt es sich aber um einen journalistischen Bericht. Dazu gehört immer eine wertneutrale Darstellung. Das ZDF berichtet über einen Besuch des ungarischen Regierungschefs in Moskau. Nach drei Sätzen heißt es, Orban habe seine Reise als Friedensmission inszeniert. Dass er am Vortag in Kiew zu Gast war, folgt im Text erst sehr viel später. Die Wortwahl inszenieren unterstellt, dass jemand etwas vortäuscht, was ihm nicht am Herzen liegt.
Später schreibt das ZDF, Ungarn sei weiterhin von russischen Gaslieferungen abhängig, und liefert damit einen alternativen Erklärungsansatz für Orbans Reise. Dass der mit einer »entschiedenen Politik« gegenüber Wladimir Putin zitierte deutsche Amtskollege eventuell von amerikanischen Gaslieferungen abhängig ist, bleibt unerwähnt. Das ZDF bemerkt außerdem, dass Ungarns Ministerpräsident »mehrfach Hilfen für die Ukraine verzögert hat«. Hilfe ist wiederum positiv konnotiert und beschönigt, dass es schlicht um Waffenlieferungen geht. Dies muss erwähnt sein, denn es obliegt dem Leser zu befinden, ob menschlichem Leben oder der Zerstörung geholfen ist.

05.07.24, Das Gedächtnis der Natur: Welche Kraft bringt die lebendigen Formen immer und immer wieder neu hervor? Ein interessanter Buchauszug.

04.07.24, US-Kongress-Ausschuss prüft Zensur: Das Unternehmen Newsguard klassifiziert Nachrichten-Webseiten. Viele kritische Medien werden als unzuverlässige Quellen eingestuft. Werbeagenturen beispielsweise können auf dieser Basis Filterlisten erstellen. Den Medien gehen dann Einnahmen flöten. Ein US-Ausschuss befragt Newsguard jetzt nach seinen Verbindungen zur Regierung. Im Falle von Twitter kam bereits ans Licht, wie von oberster Ebene Druck aufgebaut wurde, die Reichweite von Beiträgen zu begrenzen.

03.07.24, Bargeld bleibt König, aber Probleme nehmen zu: Nach Studie der Bundesbank werden immer noch 51 Prozent der Einkäufe in bar bezahlt. Jedoch erachten es jetzt 15 Prozent der Befragten für schwierig, an Bargeld zu gelangen. 2021 waren es noch 6 Prozent.

02.07.24, Sechs Prozent mehr Geld für Bundestagsabgeordnete: Der Ex-Parlamentarier Marco Bülow schreibt über Diäten und undemokratische Wahlrechtsänderungen. Neben 11.227 Euro brutto gibt es eine 5000-Euro-Aufwandspauschale und eine Bahncard 100, natürlich erste Klasse. Kommentar: Bahn fahren in der zweiten Klasse, das wäre zu volksnah.

01.07.24, Frieden schaffen mit Bio-Landbau: In einem Bürgerkrieg auf den Philippinen sahen viele »hauptsächlich einen Konflikt zwischen christlicher und islamischer Religion«. Rommel Arnado »gelang es, mit den äußerst misstrauischen und von politischen Versprechen und nicht erfüllten Vereinbarungen enttäuschten Rebellenführern in den Dialog zu treten und sie für seine Idee zu gewinnen, mit Landwirtschaft und verantwortungsvoller Politik Frieden und Wohlstand nach Kauswagan zu bringen«. Seine Botschaft: »Ich will nicht, dass ihr eure Waffen abgebt, sondern euer Herz öffnet.« Die Rebellen wurden in biologischer Landwirtschaft ausgebildet und erhielten Unterstützung von der Politik, so ein Bericht auf Globalmagazin.com. Die grassierende Armut ging stark zurück, der Krieg fand ein Ende. Hinweis: Aktuell ist ein Berater des Landwirtschaftsprojektes auf Vortragstour durch Deutschland unterwegs.

Juni 2024

29.06.24, 300 Milliarden für die Bundeswehr? Politiker fordern mehr Geld fürs Militär. Die Wehrbeauftragte des Bundestags sprach im April erneut von 300 Milliarden Euro. Kommentar: Die stolze Summe entspricht 10 Milliarden Arbeitsstunden à dreißig Euro. Davon könnten zwei Jahre lang 7 Millionen Menschen fünfzehn Stunden pro Woche bezahlt werden – nicht um geistlose Waffen zu produzieren, die ihren Tötungszweck gegen alles richten, was lebt. Sondern um ihre menschliche Kreativität darauf zu verwenden, wie alle Völker und Kulturen wieder zusammenkommen können, um gemeinsam an einer guten Zukunft zu schaffen. Nicht Waffen lenken die Welt, sondern der menschliche Geist.

28.06.24, Verbraucherschutzminister fordern EU-Maßnahmen für Erhalt des Bargelds: Erstmals gibt es eine starke politische Stimme in Deutschland, »den Zugang zu Bargeld und dessen allgemeine Akzeptanz auch in Zukunft sicherzustellen«. Die Verbraucherschutzminister der Länder fordern die Bundesregierung auf, in Europa »für den flächendeckenden Erhalt und die Nutzungsmöglichkeit von Bargeld als Zahlungsmittel einzutreten«. Mit der Barzahlung könne das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sichergestellt werden. Die Minister betonten auch die Bedeutung von Banknoten und Münzen für Kinder. »Bargeld ist einfach unverzichtbar«, sagte der hessische Staatssekretär Daniel Köfer. In den Niederlanden droht die Bargeld-Infrastruktur zu zerfallen. 16 Prozent der Apotheken akzeptieren kein Bargeld mehr.

27.06.24, Windmühlen im Vogelschutzgebiet: Nach Mitteilung der Naturschutz-Initiative bleibt ein Eilverfahren gegen den Bau von drei Windrädern im Schwarzwald erfolglos. Am Rande: Seit Amtsantritt der grünen Bundesregierung wurden mehrfach Einschnitte beim Vogelschutz zu Gunsten der Windkraft gemacht. In der Folge trat der Grünen-Vorsitzende im Wahlkreis von Robert Habeck zurück. Der Wirtschaftsminister lasse »den Naturschutz bluten«, sagte er.

26.06.24, Julian Assange erreicht Australien: Nach 1901 Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, London, kehrt der Journalist und WikiLeaks-Gründer zurück zu seiner Familie und in sein Heimatland. Zuvor musste er sich vor einem US-Gericht in einem Anklagepunkt für schuldig bekennen. Nach Anrechnung seiner verbüßten Zeit in britischer Isolationshaft konnte Assange sofort das Flugzeug nach Australien besteigen. Assange brachte Gräueltaten der US-Armee ans Licht oder, wie das australische Parlament in einer Resolution sagte, »Beweise für schockierendes Fehlverhalten der USA«. Dafür wurde dem Journalisten nun der Prozess gemacht. Der Angriffskrieg auf den Irak hingegen bleibt ungesühnt.

25.06.24, Europas größte Flussrenaturierung geht in die nächste Etappe: Mit wenig Geldeinsatz entsteht ein großer Nutzen für Natur und Artenvielfalt in Brandenburg. Betonierte Ufer werden rückgebaut und Nebenflüsse wieder angeschlossen. An der Havel entstehen Auenlandschaften, während Hochwasser flussabwärts gemildert werden.

17.06.24, Landwirtschaftsminister gibt Biber Mitschuld an Überschwemmungen: Nach Ansicht von Minister Hauk tragen landwirtschaftliche Flächen »als Retentionsräume auch zum Hochwasserschutz bei«. Probleme sieht er jedoch durch Naturschutzmaßnahmen. Kommentar: Tatsächlich kann die Landwirtschaft einen bedeutenden Beitrag leisten. Dann aber sollte das Ziel »Humusaufbau« lauten. Humose Böden steigern den Ertrag, dienen der Ernährungssicherheit und speichern, wenn es darauf ankommt, Unmengen Wasser. Apropos, in der Eifel gibt es ein gutes Beispiel, wie Kooperation mit dem Biber gelingt.

15.06.24, Recht auf Leben ohne Digitalzwang: Der Verein Digitalcourage hat im Mai eine Petition gestartet, »das Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang ins Grundgesetz aufzunehmen«.

07.06.24, Frei lebende Rinder reduzieren CO2: Eine rumänische Bisonherde bindet den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 43.000 Autos, berichtet der Guardian.

Mai 2024

06.05.24, Mähroboter töten Igel: Nicht nur Schneckengift und Autos sind eine Gefahr für die kleinen Stacheltiere. Selbstfahrende Rasenmäher haben immer mehr Todesfälle auf dem Gewissen. Tipp für besseren Tierschutz: Mähroboter nicht am frühen Abend, während der Dämmerung und in der Nacht betreiben. Oder gleich selbst mähen.

April 2024

23.04.24, CDU-Fraktion in Woldegk bricht mit der Partei: Weil der Grundsatz »Nie wieder Krieg« auf Bundesebene in Vergessenheit geraten zu sein scheine, tritt die CDU-Fraktion in der 4000-Einwohner-Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern nun als »Offene Liste Woldegk« an.

03.04.24, Landkreis gibt Ratschläge für nachhaltigen Waldumbau: Auf 62 Seiten präsentiert Landsberg am Lech Forschungsergebnisse zur Verbesserung der Wald- und Waldbodengesundheit und den Umgang mit klimatischen Veränderungen. Spannend für Forstbesitzer und Baumfreunde.

01.04.24, Oppositionelle Medien verlieren finanzielle Basis: Die Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken hat einem kritischen Online-Magazin das Konto gekündigt – ohne Angabe von Gründen. Viele Daueraufträge von finanziellen Unterstützern können nicht auf die neue Bank übertragen werden. In den letzten Wochen kündigte die Pirnaer Volksbank dem Online-Sender Apolut. Das Medium weicht auf ein Kreditinstitut in Litauen aus.

März 2024

19.03.24, Landwirte kommen schlecht weg: Werden Schulbücher umgeschrieben? Eine Bäuerin beklagte bei einer Anhörung im Stuttgarter Landtag, was ihre Tochter in der Schule lerne. »Doch meide zu viel von der Kuh auf der Weide«, laute die Passage eines Sprechgesangs. Statt das betroffene Lehrbuch zu ermitteln, will das Kultusministerium nun eine Stichprobe aus einer großen Anzahl von Lehrbüchern überprüfen.

14.03.24, So klappt es mit der Artenvielfalt: Viele Beet- und Balkonpflanzen im Handel haben keinen Wert für die heimischen Insekten. Der NABU empfiehlt Alternativen.

08.03.24, Nationale Glyphosat-Verbote weiterhin möglich: Nach Auffassung von DUH und Aurelia-Stiftung könnte Deutschland die Ausbringung des umstrittenen Pestizids beschränken oder sogar verbieten. Und das, obwohl die EU-Kommission die Zulassung im vergangenen Jahr bis 2033 verlängert hat. Deutschland hatte bereits ein Anwendungsverbot in die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung geschrieben. Nun ist die Ausbringung per Eilverordnung weiter zulässig. Minister Cem Özdemir hatte dazu erklärt, das deutsche Pflanzenschutzrecht müsse in Folge der Entscheidung der EU-Kommission angepasst werden.

06.03.24, Abgehörte Offiziere bleiben auf ihren Posten: Nachdem ans Licht kam, dass Bundeswehroffiziere einen Angriff auf russische Infrastruktur planten, spricht der Verteidigungsminister lieber über Kommunikationssicherheit.

05.03.24, Scholz gegen Auslieferung: Der Bundeskanzler spricht sich explizit gegen die Abschiebung des in London inhaftierten Journalisten Julian Assange an die USA aus. Die wurde bereits genehmigt. Assanges Anwälte versuchen in Berufung zu gehen. Wann das Gericht entscheidet, ist ungewiss.

04.03.24, Deutsche Offiziere beraten Angriffe auf russische Ziele: Luftwaffen-Offiziere berieten einen Plan, wie die Krim-Brücke heimlich mit deutschen Waffen gesprengt werden könnte, bringt eine abgehörte Telefon-Konferenz ans Licht.

01.03.24, UN-Umweltversammlung diskutierte Manipulation der Sonne: Die Schweiz beantragte, ein Gremium einzusetzen, um Nutzen und Risiken von solarem Geoengineering zu erörtern. Bei dem Verfahren werden Substanzen in die Atmosphäre eingebracht zur Reflexion des Sonnenlichts zurück in den Weltraum. Im Ergebnis soll das planetare Klima abkühlen. Das Verfahren wird in den USA erforscht. Die Umweltorganisation Oceancare berichtet, afrikanische, lateinamerikanische und pazifische Staaten hätten sich auf der Umweltversammlung gegen seine Nutzung ausgesprochen. Die Schweiz zog ihren Antrag schließlich zurück.

Februar 2024

26.02.24, Habeck will CO2-Speicherung vor deutscher Küste erlauben: Das für das Pflanzenwachstum notwendige (und nach Verrottung des Pflanzenlebens für die Bodenfruchtbarkeit entscheidende) Kohlenstoffdioxid soll am Meeresgrund versenkt werden.

13.02.24, Windkraft auf Kosten von Artenschutz: 20 Vogelarten wurden in den vergangenen Jahren aus dem Katalog gestrichen. Auf sie muss beim Bau von Windrädern keine besondere Rücksicht mehr genommen werden.

09.02.24, Valentinstag mit Gift im Strauß: 330 Millionen Rosen kommen jährlich mit dem Flugzeug aus Kenia, Sambia und Äthiopien. Bei der Produktion werden in der EU verbotene Pestizide eingesetzt.

Dezember 2023

19.11.23, Weihnachtsbäume unter der Lupe: 14 Bäume von 19 mit Pestiziden belastet. Bei vier Bäumen wurden nicht zugelassene Wirkstoffe festgestellt.

November 2023

24.11.23, Das fehlende Nass: In einer einst ausgetrockneten Landschaft Indiens führen Flüsse wieder Wasser. Durch eine kluge Nutzung der Regenfälle und eine Änderung der Bodenbewirtschaftung können Wüsten wieder erblühen.

23.11.23, 23 Prozent mehr Regen als im Schnitt der letzten 142 Jahre: Die Böden in Nordwestdeutschland erholen sich. An 47 Prozent der Messstellen in Nordrhein-Westfalen liegt der Grundwasserpegel aber noch unter dem Stand von 2016.

23.11.23, Landesmedienanstalten als Wahrheitsministerium: 800 Euro Bearbeitungsgebühr für jeden angemahnten Text, der nicht anerkannten journalistischen Grundsätzen entsprechen soll. Über diese Vorgänge schreibt Helge Buttkereit auf Multipolar.


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