Kurz notiert

Kurz notiert

17.02.26, Neues zum Thema Bargeld (6/2026):
— Deutsche Bank kündigt Spendenkonto von Pro-Bargeld-Aktivist.
— Alle Busse in Erfurt fahren jetzt bargeldlos.
— Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmen befürwortet Abschaffung des Bargelds in Bussen.
— Schweiz: Kanton Basel-Stadt gewährt Darlehen für den Einkauf neuer Fahrschein-Automaten, die kein Bargeld mehr akzeptieren.
— Im EU-Parlament zeichnet sich Zustimmung zum Währungsprojekt »Digitaler Euro« ab.
— Ob beim Bäcker oder im Stadion: In Augsburg wurde an einigen Orten das Bargeld abgeschafft.
notizen-2026/#170226-840

11.02.26, Neues zum Thema Bargeld (5/2026):
— Stadtrat von Sandersdorf-Brehna (Sachsen-Anhalt) beschließt, dass behördliche Dienstleistungen wieder bar bezahlt werden können.
— Frankreich: Gesetzesentwurf für den Zugang zu Bargeld im Senat eingebracht. Jede Kommune ab 1000 Einwohnern soll mindestens einen Geldautomaten besitzen und 90 Prozent der Bevölkerung sollen innerhalb von fünf Kilometern an Bargeld gelangen.
— Kontokündigung: Bargeld-Aktivist Hansjörg Stützle verliert Spendenkonto.
— Schweiz: Petition in Graubünden fordert, dass Parkgebühren in Ilanz wieder bar beglichen werden können. Der Gemeindepräsident echauffierte sich.
notizen-2026/#110226-068

03.02.26, Neues zum Thema Bargeld (4/2026):
— Aufgrund der EU-Münzgeldprüfverordnung nehmen Banken teils exorbitante Münzgebühren. Ein Bäcker zahlt 50 Cent pro Münzrolle obendrauf. Nun ruft er deshalb zur Kartenzahlung auf.
— Bayerns Verbraucherschutzminister Glauber will, dass im ÖPNV-Nahverkehr auf die eine oder andere Weise auch mit Bargeld bezahlt werden kann.
— Schweiz: Eine klare Mehrheit ist dafür, dass Bargeld Verfassungsrang erhält.
— Die »Zeit« kritisiert die Bargeld-Bewegung. Ich habe eine Gegendarstellung veröffentlicht.
— 14 Sozial- und Wirtschaftsverbände wenden sich an die Bundesregierung und fordern Akzeptanz und Verfügbarkeit von Bargeld.
— Sparkasse Mittelthüringen ist bemüht darum, dass auf Stadtfest in Erfurt von allen Händlern Kartenzahlung akzeptiert wird.
— Restaurant in Uetersen nimmt kein Bargeld mehr an.
— Schweiz: Regierung des Kantons Aargau ist gegen Bargeld-Annahmepflicht.
— Schweiz: Verband rechnet vor, dass die Verkehrsbetriebe durch Abschaffung des Bargelds nur acht Franken pro Automat und Tag einsparen.
notizen-2026/#030226-335

02.02.26, Für die Wahrheit keine Zeit: Gründlich recherchierte Informationen über die EU-Debatte um den Schutz des Bargelds erhalten Leser der »Zeit« nicht. Stattdessen stellt die Wochenzeitung die Bargeld-Bewegung um Hansjörg Stützle infrage. Meine Replik gibt es hier.
notizen-2026/#020226-989

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Kurz notiert 2025

Kurz notiert 2025

→ Jüngere Notizen hier

20.12.25, EU-Ministerrat beschließt Annahmepflicht für Bargeld: Händler und Dienstleister sollen in ihren Ladenräumen zwingend Bargeld an Zahlung nehmen. Auf diesen Kompromiss haben sich die EU-Finanzminister geeinigt. Der finale Gesetzesentwurf wurde am gestrigen Freitag (19. Dezember) auf der Internetseite des EU-Ministerrats veröffentlicht. Damit würden sich Händler zukünftig im illegalen Bereich bewegen, wenn sie Barzahler mit einem Schild an der Ladentür abweisen. Ausnahmen gelten jedoch für Betreiber von Parkschein- und Fahrscheinautomaten sowie für SB-Tankstellen. Zudem bleibt es den Euroländern frei, innerhalb ihrer nationalen Regelungskompetenz weitere Ausnahmen vorzusehen. Eine solche Ausnahme existiert in Deutschland bereits seit 2021 für den Ticketverkauf in Bussen und Straßenbahnen. Für das Gesetz stimmten damals SPD, Union und Grüne. Auch viele Bürgerämter lehnen Bargeld ab. Dieser Praxis schiebt der Verordnungsentwurf des Ministerrats keinen Riegel vor.
In den kommenden Monaten debattiert der Währungsausschuss des EU-Parlaments über das geplante EU-Bargeld-Gesetz. Eine Entscheidung steht im Mai 2026 an. Danach folgen Gespräche mit dem Ministerrat, da sich beide Kammern auf einen finalen Gesetzesentwurf einigen müssen.
Für uns als Initiatoren der Petition für den europaweiten Schutz des Bargelds ist die Nachricht erfreulich. Es verbleiben jedoch einige Punkte, in denen das Bargeld gegenüber dem geplanten Digitalen Euro benachteiligt bleibt. Insbesondere der Zugang zu Bargeld via Geldautomaten könnte sich deshalb in Zukunft weiter verschlechtern. Es heißt deshalb weiterkämpfen für den Schutz des Bargelds.
notizen-2025/#201225-966

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Raus aus der Bildungsfalle

Grafik zur Symbolisierung. Lizenz: Bild von Persblik / Pixabay / Bild beschnitten.

Rezension | 23.10.2024

Raus aus der Bildungsfalle

Ein Sozialwissenschaftler sucht Wege aus der Bildungsfalle und setzt dabei auf einen starken Staat. Wie denkt darüber ein junger Journalist, der das Schulsystem verließ, noch ehe es das Gesetz erlaubte? Von Hakon von Holst.

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Bundesbank beteiligt sich an Verdrängung des Bargelds

Grafik zeigt die Stadt Frankfurt. Lizenz: Bild von Leonhard Niederwimmer / Pixabay / Bild beschnitten.

Artikel | 01.10.2024

Bundesbank beteiligt sich an Verdrängung des Bargelds

Die Deutsche Bundesbank will mittelfristig ein Viertel ihrer verbliebenen Filialen schließen. Das könnte die Akzeptanz von Bargeld im Einzelhandel weiter vermindern. Trotzdem beharrt die Bundesbank auf ihrem Plan, auch gegen interne Kritik. Von Hakon von Holst.

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